Biergärten in München sind Orte der Gemütlichkeit, des Beisammenseins und der Begegnung. Und sie folgen ihren ganz eigenen Regeln. Denn wo sonst ist es schon erlaubt, sein eigenes Essen bzw. die eigene Brotzeit mitzubringen?

Dieses „Brotzeitrecht“ aus der Königszeit hat sich bis heute gehalten und ist eines der markantesten Merkmale der über 100 Biergärten in der Isarmetropole.

Warum stehen eigentlich Kastanienbäume in den Biergärten

Auch diese Tradition ist in der Historie der Biergärten begründet. Früher durfte Bier nur in den kalten Monaten gebraut werden, da im Sommer die Brandgefahr zu hoch gewesen wäre. Deshalb wurde das Bier in Bierkellern unter der Erde gelagert. Trotz der dicken Gewölbemauern wurden die Bierkeller zu warm weshalb man beschloss diese mit schattenspendenden Bäumen zu bepflanzen.

Die Rosskastanie bot sich damals wie heute gleich aus drei Gründen als idealer Baum an:

  • Sie wächst schnell
  • Sie hat große Blätter, die viel Schatten spenden.
  • Sie ist ein Flachwurzler. Ihre Wurzeln beschädigten somit nicht das Mauerwerk des Gewölbes.


Die bekanntesten Münchener Biergärten

Genießen Sie in den Münchner Biergärten gemütliche Stunden bei einer guten Maß und angebotenen Speisen – oder bringen Sie doch ihren eigenen kleinen Picknickkorb mit.

Wir empfehlen Ihnen die folgenden der beliebtesten Biergärten in München:

Der Knigge für den Biergarten

Das Essen

Auch wenn das Mitbringen der eigenen Brotzeit erlaubt ist, sollten Sie einige Regeln beachten. Denn was Schnelles vom nächsten Dönerladen, Fertigpizza und Plastiktüten sind nicht gern gesehen.

Die perfekte Brotzeit für den Biergarten besteht aus traditionellen Speisen – bzw. einer entsprechenden Kombination: Obazda, Tomaten, Radieschen, Gurken, Wurstsalat, Kartoffelsalat, Emmentaler, Radi (weißer Rettich), Leberkäs, Brot, Butter, Salz und Pfeffer gehören einfach dazu.

Und das man nicht einfach auf dem Tisch isst versteht sich ja auch von selbst. Am besten bringen Sie eine rot-weiß kariert Stofftischecke mit. Dazu Holzbrettchen, ein scharfes Messer, Besteck und Servietten.

Da auch Plastiktüten im Biergarten verpönt sind, nehmen Sie einen Weidenkorb mit. Damit passen Sie hervorragend ins Münchner Stadtbild und sind als Tourist fast nicht mehr zu erkennen.

Die Höflichkeit

Im Biergarten ist man schnell per Du. Das ist Tradition. Setzen Sie sich also ruhig an einen besetzten Tisch dazu und kommen Sie mit Ihren Sitznachbarn ins Gespräch. Für nicht Bayern ist das vielleicht ungewohnt – aber eine tolle Erfahrung unkompliziert Small Talk zu betreiben.

Zur Höflichkeit zählt auch das regelmäßige Zuprosten. Wer nur beim ersten Schluck prostet, gilt schnell als unhöflich. Und besonders wichtig: Schauen Sie Ihrem Prostpartner stets in die Augen.