Ja in Schwabing gibt´s a Kneipn, de muaß ganz wos besonderes sei ...

Seit den Achtzigern macht die Spider Murphy Gang nun schon neugierig auf Schwabing. Einen wahrlich spannenden und inspirierenden Stadtteil im Herzen von München. Für die Münchner selbst ist Schwabing ein Lebensgefühl, das mehr zu bieten hat, als Kneipen und Schickeria. Besucher finden hier noch Besonderheiten und Kleinode, wo sich München beinahe einheimisch erleben lässt.

 

Besondere Attraktionen

Schmankerl fürs Auge und für den Magen – Der Elisabethmarkt

Der bekannteste Markt in München, der Viktualienmarkt am Marienplatz, mag vielleicht der exklusivere sein. Beschaulicher und idyllischer präsentiert sich hingegen der Elisabethmarkt bei der U-Bahn Haltestelle Josephsplatz (U2).

Benannt nach der österreichischen Kaiserin Sissi, existiert der Markt seit 1903 an dieser Stelle. Die malerischen Markthäuschen prägen seit 1950 das Erscheinungsbild, wo der Schwabing-Besucher Gustostückerl von Obst und Gemüse, über Käse bis hin zu feinen Feinkost- und Imbiss-Möglichkeiten alles findet, was der Magen begehrt.

Wie wär’s mit einer Stadtrundfahrt mit der Tram?

Kultur-Erprobte verzichten gern mal auf überfüllte Sightseeing-Busse und erkunden die Stadt auf anderen Wegen. Mit der Linie 27 fährt man beispielsweise quer durch Schwabing über den Karlsplatz, weiter bis ins Glockenbachviertel. Oder mit der Linie 19 die Maximilianstraße entlang. Mit der Tram München gemütlich und in Ruhe erkunden und wenn es wo gefällt – einfach aussteigen und auf Entdeckungsreise gehen.

Surfen in München

Wer München besucht, kann viel Zeit im Haus der Kunst verbringen. Empfehlenswert ist allerdings auch ein Abstecher an den, nur wenige Meter entfernten, Eisbach. Hier an der „Eisbachwelle“, Münchens bekannteste stehende Welle, trifft sich das ganze Jahr über die Surfer Szene. Bei Wind und Wetter, Eis und Schnee reiten hier absolute Profis die Welle. Zuschauen lohnt sich. Am besten mit einem Eis in der Hand.

 

Sehenswürdigkeiten

Architektur-Juwelen

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte Münchens?

München genoss seit jeher hohe Attraktivität, die Ende des 19. Jahrhunderts die Zahl der Einwohner stark ansteigen ließ und einen wahren Bauboom auslöste. Die Stadtverwaltung hatte jedoch stets das architektonische Erscheinungsbild ihrer Stadt vor Augen. Dieser Anspruch an die Architektur war wegweisend für eine neue Stilrichtung: den Jugendstil. Innovative wie kreative Künstler und Architekten, wie August Endell, Martin Dülfer, uvm. waren besonders in Schwabing am Werk. So wurde München um 1900 zu einem vielversprechenden Zentrum des europäischen Jugendstils. Highlights sind in Schwabing heute noch zu bestaunen: Das erste Jugendstilhaus in München, in der Ainmillerstraße 22, wurde 1900 erbaut und besticht durch seine farbenprächtig und filigran gestaltete Fassade. Faszinierend auch das Wohnhaus in der Franz-Joseph-Straße 19, auf dem Schlangen zu sehen sind.

Kunstliebhaber empfehlen daher einen inspirierenden Spaziergang zwischen der Herzogstraße und der Georgenstraße, ausgehend von der U-Bahnstation Münchner Freiheit.

Imposant und zugleich mahnend: Das Siegestor

Ein weiterer besonderer Platz in Schwabing ist das zwischen Leopoldstraße und Ludwigstraße liegende Siegestor. Es wurde 1840 von Ludwig I. in Auftrag gegeben (als Vorbild diente der Konstantinbogen im Rom) und erinnert an die Befreiungskriege von 1815. Hoch oben erkennt man die Bronzestatur der Quadriga: Bavaria, die weibliche Symbolgestalt und weltliche Patronin Bayerns, umrahmt von 4 Löwen (ursprünglich waren Pferde vorgesehen) ist kein Leichtgewicht: Rund 20 Tonnen bringt sie auf die Waage. Seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges ziert folgender Schriftzug die Südseite des Schwabinger Triumphbogens: Dem Siege geweiht. Vom Krieg zerstört. Zum Frieden mahnend. Das Mahnmal soll uns daran erinnern, dass Krieg nicht nur Siege, sondern vor allem Leid und Zerstörung bringt.

Vor dem ernsten geschichtlichen Hintergrund hat das Siegestor aber auch eine nahezu romantische Seite. Wenn am frühen Abend die letzten Strahlen der tief stehenden Sonne durch das Tor hindurch scheinen, erstrahlt die Ludwigstraße in vollem Glanz. Prachtvoll und romantisch zugleich, zeigt sich Schwabing von seiner schönsten Seite.

Voll Aufbruchswillen und Entdeckergeist: „Walking Man

Als kolossal kann man durchaus auch eine andere Sehenswürdigkeit Schwabings bezeichnen: „Walking Man“. Der gehende Mann ist ganz aus weißem Kunststoff, 17 Meter hoch und besitzt die Schuhgröße 150. Besucher reichen ihm knapp bis zum Knöchel. Seit mehr als 20 Jahren strebt der Walking Man in der Leopoldstraße 36 nach vorn, dem Stammsitz der Versicherung „Münchner Rück“. Ihr Unternehmensgründer Carl von Thieme hat ihn bei Künstler Jonathan Borofsky in Auftrag gegeben, der vor allem für seine gigantischen Kunstwerke bekannt ist.

Vom ausschweifenden Leben am Hof, hin zur katholischen Bildungsstätte: Schloss Suresness

Der kleine herrschaftliche Palast hat schon so manch interessanten Bewohner beherbergt. Das Schloss Suresnes (sprich „Sürenn“) versteckt sich im üppigen Garten der Katholischen Akademie in der Werneckstraße 24. 1705 musste Kurfürst Max Emanuel aufgrund der spanischen Erbfolgekriege nach Frankreich flüchten, wo Sonnenkönig Ludwig XIV ihm und seinem Hofstaat Zuflucht gewährte. Auf dem „Chateau de Suresnes“, ein Ort zwischen Paris und Versailles, lebt der „Blaue Kurfürst“ ein ausschweifendes höfisches Leben und rauschende Feste. Gewöhnt an diesen Lebensstil, beauftragte er nach der Rückkehr aus dem Exil 1715 seinen Kabinettsekretär Franz von Wilhelm mit dem Neubau eines Schlosses ähnlichen Prunkes: Wandverkleidungen, französische Kamine, Spiegel mit Goldumrahmungen, Gemälde, üppige Hängeleuchter, uvm.

Das Lotterleben hatte jedoch seinen Preis. 1756 musste das Schloss aus finanziellen Gründen verkauft werden, 28 Mal wechselt es seinen Besitzer, ehe es schließlich ab 1870 zur Wirkungsstätte für Wissenschaftler und Künstler wird.

Beinahe wäre es abgerissen worden. Als es im „Dritten Reich“ zwangsversteigert wird und die Dresdner Bank auf dem Gelände eine Wohnanlage erreichten möchte. Doch dann kommt dem einst prunkvollen Schloss die Kirche zu Hilfe: Der Münchner Domkapitular und spätere Weihbischof Johann Neuhäusler bewirkt, dass es der Korbiniansverein der Erzdiözese München erwirbt. Seit den 1960 Jahren dient das Schlössl als Tagungsstätte für zahlreiche kulturelle und festliche Veranstaltungen, Seminare und Konferenzen.

Alte Mauern mit Krähe: Sankt Sylvester

St. Sylvester, zwischen Leopoldstraße und „Englischem Garten“, ist die einstige Dorfkirche Schwabings und gehört somit zu den ältesten Kirchen im Stadtgebiet. Wahrlich eine Oase der Ruhe, eingebettet zwischen ausladenden Bäumen und eng umgeben von adretten Wohnhäusern. Die Wurzeln reichen bis ins 7 Jahrhundert zurück. Nachforschungen bestätigen, dass Schwabing bereits 782 einen Kirchenbau an der Stelle hatte. Der heutige Baukörper präsentiert sich nach zahlreichen Umbauten und Ergänzungen im Lauf der Jahrhunderte mit einem einzigartigen Grundriss, welcher über 20 Ecken verfügt.

Ursprünglich war das Gotteshaus dem heiligen Johannes dem Täufer als Patron geweiht, später war Ursula die Kirchheilige und St. Sylvester Nebenpatron. Als jedoch 1897 die Kirche St. Ursula fertig wurde, übersiedelte Ursula und der Hl. Sylvester wurde Hauptpatron. Böse Zungen sprechen von einer steilen Karriere.

Berühmtheit der kuriosen Art erlangte die Dorfkirche 1987 aufgrund eines spektakulären Polizeieinsatzes: Eine tote Krähe verfing sich am Kirchturmkreuz, deren Flügel sich bei jedem Windstoß wahrlich gruselig ausbreiteten. Woraufhin der Pfarrer angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes beschloss: Dass Viech muss weg! Ein SEK-Beamter seilte sich in einer waghalsigen Aktion vom Hubschrauber ab und ergriff die Krähe. Dabei verrutschte jedoch das Kirchenkreuz und hing danach schief. Wer den Schaden hat, ...!

Die Polizei startete daraufhin in einer Nacht- und Nebelaktion neuerlich den Hubschrauber und bog das Kreuz mit der Heli-Kufe wieder gerade. Ende gut, alles gut!

Dom von Schwabing: St. Ursula

So wie München wuchs auch in Schwabing in der 2. Hälfte des Jahrhunderts die Bevölkerung rasch an. Das hatte zur Folge, dass Schwabing zur Stadt erhoben und schließlich zur Gänze in München eingemeindet wurde. Die (anders als heute) steigende Zahl der Kirchenbesucher machte schließlich einen Neubau der Kirche St. Ursula (heutige Kirche St. Sylvester) notwendig. Die Grundsteinlegung fand 1894 statt, nach nur dreijähriger Bauzeit durch den Architekten Ludwig Thiersch, konnte die Kirche am Kaiserplatz 1 am 10. Oktober 1897 geweiht werden.

Bemerkenswert ist, dass St. Ursula als eine der ersten Kirchen im Jugendstil erbaut wurde, angelehnt an die florentinische Renaissance. Beeindruckend daher der großzügige Kuppelbau, als Kontrapunkt zum schlanken, zierlichen Turm, der seitlich versetzt steht.

Das befand auch das Bayrische Landesamt für Denkmalpflege und verlieh der Kirche das Zertifikat „Denkmal von nationaler Bedeutung“. Nicht zu Unrecht sprechen die Schwabinger auch liebevoll von „ihrem Dom“!

Innovationen im Kirchenbau: Die Erlöserkirche

Man kann dem Künstler und Architekten Theodor Fischer durchaus eine gewisse Innovationskraft nachsagen. Er war in seinen Bauten stets bemüht, neue Formen zu finden, verschiedene Stilelemente zu einem Gesamtkunstwerk zu verbinden und auch Einflüsse der Umgebung einfließen zu lassen. Sein erstes Bauwerk, die Erlöserkirche in der Germaniastraße 4 und erste evangelische Kirche Schwabings, sieht von jeder Seite anders aus. Es finden sich hier Jugendstilelemente (siehe auch das Jugendstilhaus in der Ainmillerstraße 22) ebenso wie Eigenschaften ländlicher Dorfarchitektur. Man darf nicht vergessen, dass um die Jahrhundertwende, als die Kirche erbaut wurde, Schwabing noch ein Vorort mit Kiesgrube und zahlreichen Bauernhöfen war. Er hat sich bewusst für eine leichte, menschennahe Architektur entschieden, anstelle eines erdrückenden und einschüchternden Großbauwerkes. Die Erlöserkirche gilt zu Recht als das künstlerisch bedeutendste Kirchengebäude in München. Womöglich hat sich Theodor Fischer von namhaften Künstlern wie Thomas Mann, Wassily Kandinsky und Paul Klee inspirieren lassen. So wie der Architekt selber waren auch sie allesamt „Schwabinger“.

 

Bars

Coming „Home“

Bevor es den München-Besucher abends zurück ins kuschelige Star Inn-Hotelbett treibt, sollte er unbedingt noch einen Abstecher ins „Home“ einplanen.

Die Bar lädt absolut zum Verweilen ein und das ist nicht nur der Einrichtung geschuldet: XXL-Sofas vor Bücherregalen, aufwändige Handarbeit, liebevolle Details und Drinks, die mit ebenso viel Hingabe zubereitet werden. Wen vor lauter Wohlgefühl der Appetit überfällt, der probiert am besten den unwiderstehlichen asiatischen Bun Bao Burger. Home sweet home!

(Amalienstraße 23, Donnerstag – Samstag ab 19:00 Uhr)

Gin made in Schwabing

Obwohl im Land der Biere, hat sich in München die eine oder andere kleine, feine Destillerie etabliert. In der „Distillers Bar“ in der Occamstraße bekommt man nicht nur Hochprozentiges, sondern vor allem Hochwertiges: Drinks mit Monaco Vodka oder Rivers Rum aus der hauseigenen Destillerie, sowie eine große Bandbreite verschiedenster Cocktail-Kreationen. Für Whiskey-Affine gibt es Führungen durch die heiligen Hallen, sowie exklusive Gin- und Whiskey-Tastings.

(Occamstraße 2, Dienstag – Donnerstag 19:00-1:00 Uhr, Freitag & Samstag 19:00 – 3:00 Uhr)

 

Einkaufen / Shopping

Kleine Läden und andere Überraschungen

Hinter den adretten Fassaden der Jugendstilhäuser lässt sich noch ein weiteres, interessantes Schwabing entdecken. Links und rechts der Leopoldstraße, mit ihren bekannten Marken und Kaufhäusern, findet man sie noch: die kleinen Boutiquen, Second-Hand-Läden, unzähligen Buchhandlungen und Antiquitäten-Stuben. Eine lohnenswerte Abwechslung durch die kleinen Straßen in Schwabing zu schlendern, zu stöbern und hinter so mancher Ladentür vielleicht eine Entdeckung zu machen.

Wie z.B. in Münchens renommiertester BuchhandlungLehmkuhl“. Freunde des Hauses sprechen von ihrer „Kuhle“, die 2013 mit der Auszeichnung „Buchhandlung des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

 

Essen & Trinken

Bayrische Gastlichkeit im Wirtshaus „Zur Brez´n

Dass es am pulsierenden Boulevard wie der Leopoldstraße auch urig zugehen kann, beweist das Wirtshaus „Zur Brez´n“. Hier gibt`s fesche Dirndl, stramme Burschen-Wadel und sonst noch allerhand Zünftiges zur Brettljause. Und an heißen Sommertagen, eine schattige Terrasse zum Ratschen, Schauen und Genießen.

Besonders gefällt unseren Gästen die Lage: gerade mal 10 min Fußmarsch trennen die Brez´n vom Hotel .

(Leopoldstraße 72, Öffnungszeiten: So. - Mi. 10.00 - 1.00 Uhr, Do. - Sa. 10.00 - 3.00 Uhr)

St. Emmeramsmühle statt Hofbräukeller

Wer Biergarten-Gemütlichkeit abseits des Touristen-Trubels sucht, der ist in der St. Emmeramsmühle richtig. Jung und Alt, Radler und Sportwagenfahrer finden hier eine gemütliche Atmosphäre. Und wie in Biergärten üblich – es darf die eigene Brotzeit mitgebracht werden.

Sankt Emmeramsmühle, direkt am Englischen Garten (Sankt Emmerams 41, Buslinie 88 und 188, Haltestelle Oberföhringer Post)

Übersee und doch Dahoam – Burgergrill & Bar

Internationaler wird´s beim „Hans im Glück“. Gäste finden hier mit Sicherheit ihr Glück – in der Speisekarte. Egal ob saftiges Rindfleisch, vegan oder Salat, im Burgergrill & Bar in der Leopoldstraße 250 sind den Kundenwünschen (fast) keine Grenzen gesetzt.

Auch hier freut es die Gäste: Die Burger gibt´s nur 10 min vom Hotel entfernt.